Kommunale Wärmeplanung in Niedersachsen: Die Kostenfalle „Bio-Treppe“

Die Wärmewende rollt durch Niedersachsen. Das Landes-Klimagesetz (NKlimaG) verlangt eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2040 – fünf Jahre schneller als der Bund. Größere Städte müssen ihre Pläne bis zum 31. Dezember 2026 vorlegen.
Wärmepumpe

GModG 2026: Die neue Pflicht zur Beimischung

Das vieldiskutierte Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist Geschichte. Am 29. Juli 2026 trat das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) in Kraft. Es hebt die alte, starre Verknüpfung zwischen kommunalem Wärmeplan und der harten 65%-Pflicht für erneuerbare Energien beim Heizungskauf auf.

Wer sich nun jedoch für eine klassische Gas- oder Ölheizung entscheidet, gerät direkt in die neue „Bio-Treppe“ des Bundes:

  • Ab 2029: verpflichtend mindestens 10 % Biomethan oder grüner Wasserstoff
  • Ab 2030: mindestens 15 %
  • Ab 2035: mindestens 30 %
  • Ab 2040: 100 % Klimaneutralität in Niedersachsen (erzwungen durch das NKlimaG)
  • Da grüne Brennstoffe extrem knapp sind, droht eine Kostenexplosion bei den Heiz- und Mietnebenkosten.

WPG: Das Ende der Netze im ländlichen Raum

Das bundesweite Wärmeplanungsgesetz (WPG) zwingt Kommunen zur Zoneneinteilung. Für Dörfer unter 15.000 Einwohner gibt es seit Sommer 2026 zwar die vereinfachte „Kleine Wärmeplanung“. Die fatale Folge: Viele ländliche Regionen werden pauschal als „dezentrales Versorgungsgebiet“ eingestuft. Der Bürger wird so faktisch zur teuren Wärmepumpe gedrängt, da kein Fernwärmeanschluss kommt.

Unser Einsatz: Schluss mit dem planwirtschaftlichen Zwang!

Wir als dieBasis lehnen diese massiven staatlichen Eingriffe in das Privateigentum strikt ab.

Wir fordern im Gemeinderat:

  • Absolute Transparenz: Offenlegung aller Gutachten der Wärmeplanung.
  • Echte Wahlfreiheit: Keine künstliche Diskriminierung bewährter Heizsysteme.
  • Schutz vor Kostenfallen: Kostenfreie und unabhängige Beratung für alle Bürger.

Fazit: Unser Eigentum, unsere Entscheidung!

Die Abschaffung der 65%-Regel beweist: Bürgerprotest wirkt! Doch die „Bio-Treppe“ ist die nächste finanzielle Daumenschraube. Wir lassen nicht zu, dass über Ihre Heizung hinter verschlossenen Rathaustüren entschieden wird.

Werden Sie aktiv:

  • Besuchen Sie die öffentlichen Ratssitzungen Ihrer Gemeinde.
  • Nutzen Sie Bürgerbefragungen zur lokalen Wärmeplanung.
  • Sprechen Sie uns an: Teilen Sie Ihre Sorgen mit unseren Vertretern vor Ort. Wir bringen Ihre Fragen als parlamentarische Anfragen direkt in die Gremien!

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