Wir bei dieBasis wollen Politik fundamental anders denken und leben. Die Säulen unserer Partei – Freiheit, Machtbegrenzung, Achtsamkeit und Schwarmintelligenz – verlangen nach neuen Wegen der Entscheidungsfindung. Deshalb setzen wir auf ein innovatives Werkzeug für echte, friedliche Mitbestimmung: das Systemische Konsensieren (SK).
Was ist Systemisches Konsensieren?
Beim Systemischen Konsensieren suchen wir nicht nach der Option mit der größten, lautesten Mehrheit. Wir suchen nach der Lösung, die den geringsten Widerstand in der Gruppe auslöst.
Anstatt zu fragen: „Wer ist dafür?“, fragen wir: „Wer hat Schmerzen mit diesem Vorschlag?“. Die jahrzehntelange Erfahrung mit dieser Methode zeigt: Die Lösung, gegen die es den geringsten Widerstand gibt, kommt dem friedlichen Konsens am nächsten. Sie spiegelt den tatsächlichen Willen der Gemeinschaft am besten wider und wird von allen Beteiligten dauerhaft und konstruktiv mitgetragen.
So funktioniert das Prinzip in 4 einfachen Schritten
- Vorschläge sammeln: Alle Ideen aus der Basis werden gleichberechtigt, unzensiert und unbewertet zusammengetragen.
- Die „Null-Lösung“ hinzufügen: Der Ist-Zustand („Alles bleibt, wie es ist“) wird immer als feste Kontrolloption mit aufgeführt.
- Widerstand messen: Jedes Mitglied bewertet jeden einzelnen Vorschlag auf einer Skala von 0 bis 10 Widerstandspunkten (W-Punkten).
- Auswertung: Die Punkte aller Teilnehmer werden zusammengezählt. Der Vorschlag mit den wenigsten Gesamt-Widerstandspunkten
Die Bewertungsskala für unsere Basis
Jedes Mitglied vergibt für jeden Vorschlag W-Punkte nach folgendem Prinzip:
- 0 Punkte: „Ich bin voll dafür“ oder „Damit kann ich sehr gut leben.“
- 5 Punkte: „Ich habe erhebliche Bedenken und spürbaren Widerstand.“
- 10 Punkte: „Das lehne ich komplett ab“ / „Das ist für mich eine rote Linie.“
Warum dieses Werkzeug perfekt zu dieBasis passt?
- Gemeinsam statt einsam: Es gibt keine Gewinner und Verlierer mehr. Jede Stimme zählt und hinterlässt einen messbaren, wertvollen Eindruck im Endergebnis.
- Echter Minderheitenschutz: Minderheiten werden nicht mehr einfach von einer Mehrheit überstimmt. Ihre Argumente fließen direkt in die Punktevergabe ein und werden sichtbar.
- Kreative, bessere Lösungen: Das System motiviert dazu, Vorschläge im Vorfeld so zu verändern, dass sie für alle tragbar sind. Der Fokus wechselt vom „Rechthaben“ zum „Zuhören“.
- Konstruktive Parteikultur: Da der kollektive Widerstand minimiert wird, gibt es nach der Entscheidung keine verdeckte Sabotage oder Frustration im Bezirksverband.
Fazit: Demokratie, die verbindet
Das Systemische Konsensieren ist für uns als Bezirksverband mehr als nur eine reine Abstimmungsmethode. Es ist gelebte Achtsamkeit, die Aktivierung unserer Schwarmintelligenz und der Schlüssel zu politischen Entscheidungen, die auf echtem inneren Frieden und Zusammenhalt basieren.
Komm zu unserem nächsten Treffen und erlebe selbst, wie wir gemeinsam Lösungen finden, die tragfähig für alle sind!

